Ministerin Mona Neubaur bei der Kasino Gesellschaft in Leverkusen
Auf Einladung der Kasino Gesellschaft hat die nordrhein-westfälische Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, Mona Neubaur, am 2. Juni 2026 in den Räumlichkeiten des Bayer Kasinos zur aktuellen wirtschaftlichen Lage Nordrhein-Westfalens gesprochen. Die Veranstaltung stieß bereits im Vorfeld auf großes Interesse in der Stadtgesellschaft; der Saal war voll besetzt mit Gästen unterschiedlichen Alters und aus vielfältigen beruflichen Zusammenhängen.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie Nordrhein-Westfalen in einer Zeit internationaler Krisen, hoher Energiekosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten seine industrielle Stärke sichern und zugleich den Wandel vorantreiben kann. Mona Neubaur machte deutlich, dass geopolitische Konflikte, insbesondere der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten, erhebliche Auswirkungen auf Energiepreise, Lieferketten und Investitionsentscheidungen haben. Diese Belastungen treffen ein stark industrialisiertes Land wie Nordrhein-Westfalen in besonderer Weise.
Gleichzeitig betonte die Ministerin die Stärken des Standorts. Nordrhein-Westfalen verfüge über eine leistungsfähige Industrie, starke mittelständische Unternehmen, exzellente Forschungseinrichtungen, innovative Hochschulen und eine hohe technologische Kompetenz. Gerade in dieser Verbindung aus industrieller Basis, Wissenschaft und Innovationskraft liege die Chance, die anstehenden Transformationsprozesse erfolgreich zu gestalten.
Neubaur unterstrich, dass der wirtschaftliche Aufbruch nur gelingen kann, wenn neue Technologien schneller entwickelt, skaliert und in die Anwendung gebracht werden. Ziel sei es, Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern und importierten Rohstoffen zu verringern, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und zugleich den Weg zur Klimaneutralität entschlossen weiterzugehen. Transformation, so die zentrale Botschaft des Abends, gelingt nur im Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Land und Gesellschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war der Bürokratieabbau. Mona Neubaur erläuterte das Spannungsfeld zwischen Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene und warb für schnellere, einfachere und praxistauglichere Verfahren. Die Landesregierung hat hierzu ein umfassendes Beschleunigungs- und Entlastungspaket mit mehr als 30 Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderem der Abbau von Berichts- und Dokumentationspflichten, mehr digitale Kommunikation in der Verwaltung und Vereinfachungen für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen.
In der Fragerunde wurden die Lage in der Ukraine, die wirtschaftliche Situation der Kommunen und die Zukunftsperspektiven der jüngeren Generation aufgegriffen. Mona Neubaur verwies dabei auch auf das anhaltende Engagement Nordrhein-Westfalens für die Ukraine und auf die Bedeutung wirtschaftlicher Kooperation beim Wiederaufbau. Nordrhein-Westfalen unterstützt den Austausch zwischen Unternehmen und Institutionen, um konkrete Beiträge aus dem Land für die Ukraine zu ermöglichen.
Der Abend endete in offener Atmosphäre bei vielen Gesprächen und persönlichem Austausch. Die Veranstaltung machte deutlich: Nordrhein-Westfalen steht vor großen Herausforderungen, verfügt aber zugleich über die Substanz, die Ideen und die Menschen, um den Wandel erfolgreich zu gestalten. Transformation made in NRW steht damit für Ambition, Zusammenhalt und den festen Willen zum Aufbruch.
Nächste Veranstaltungen
- 15. Juli 2026 | 14:00
- 14. Juni 2026 | 14:00
